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Produktfotos für deinen Onlineshop: Anforderungen, Vorbereitung und Ablauf im Studio

Produktfotoshooting in einem schwarzen Studio: Parfumflakon und gefaltetes Leinentuch auf einem Produkttisch mit weißer Hohlkehle, im Vordergrund eine Kamera mit Live-Bild des Flakons

ⓘ KI-BildDas Beitragsbild ist ein KI-generiertes Symbolbild.

Kurz gesagt

Bei Produktfotos für den Onlineshop reicht pro Artikel selten ein einzelnes Bild. Üblich ist ein Set aus Hauptbild (freigestellt, quadratisch), zwei bis vier Detailaufnahmen, einer Aufnahme, die die Größe einschätzen lässt, und – wo es passt – einem Anwendungsbild.

Drei Dinge entscheiden über das Ergebnis, noch bevor die erste Aufnahme entsteht:

  • Auflösung. Google verlangt für das Merchant Center ab dem 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 Pixel und empfiehlt mindestens 1.500 × 1.500 Pixel. Fotografiere lieber zu groß als zu klein — verkleinern geht immer, vergrößern nicht.
  • Konsistenz. Gleicher Hintergrund, gleicher Bildausschnitt, gleiche Perspektive über alle Artikel hinweg. Eine ruhige Shop-Seite verkauft besser als ein Flickenteppich aus vier Lichtstimmungen.
  • Varianten. Jede Farbe, jede Größe und jede Verpackungsvariante, die du separat listest, ist ein eigener Aufnahmegang. Das ist der Punkt, an dem Shootings teurer werden als geplant.

Wenn du diese drei Punkte vor dem Termin klärst, ist der Rest Handwerk.

Wofür deine Produktfotos eigentlich arbeiten müssen

Ein Produktfoto im Shop hat drei Aufgaben gleichzeitig, und sie widersprechen sich manchmal:

  1. Es muss den Artikel korrekt zeigen. Farbe, Material, Oberfläche, Proportion. Wer ein anthrazitfarbenes Produkt schwarz abbildet, produziert Retouren.
  2. Es muss in einer Kachel funktionieren. Auf der Kategorieseite ist dein Bild oft nur 200 Pixel breit. Was dort nicht erkennbar ist, existiert für die Kundschaft nicht.
  3. Es muss außerhalb deines Shops bestehen. Dasselbe Bild läuft in Google Shopping, auf Marktplätzen, in Newslettern und in Anzeigen — jeweils in fremder Umgebung und neben der Konkurrenz.

Aus Punkt 2 und 3 folgt die wichtigste gestalterische Entscheidung: Das Hauptbild bleibt ruhig, zentriert und ohne Ablenkung. Stimmung, Requisiten und Kontext kommen auf die Folgebilder.

Technische Anforderungen: Größe, Format, Hintergrund

Auflösung. Die Google Merchant Center-Hilfe schreibt zum Attribut „Bildlink [image_link]": ab dem 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 Pixel, empfohlen mindestens 1.500 × 1.500 Pixel für gute Leistung in allen Anzeigenformaten. Wir fotografieren deshalb grundsätzlich so, dass auch ein Zuschnitt auf ein Detail noch über diesen Werten liegt.

Grafik zu Produktfotos für den Onlineshop: Mindest- und Empfehlungswerte für Produktbildgrößen im Google Merchant Center
Mindest- und Empfehlungswerte nach der Google Merchant Center-Hilfe (Stand 28.09.2026).

Seitenverhältnis. Quadratisch (1:1) ist für Shop-Kacheln und Marktplätze der sicherste Standard. Plane das Motiv so, dass rundherum Luft bleibt — dann kannst du dasselbe Bild später auch auf 4:5 oder 16:9 beschneiden, ohne dass der Artikel angeschnitten wird.

Hintergrund. Für das Hauptbild ist reines Weiß der Normalfall: Es ist auf jedem Shop-Theme neutral, es lässt sich sauber freistellen und es ist auf Marktplätzen meist Vorgabe. Farbige Hintergründe sind für Kampagnen- und Detailbilder sinnvoll, nicht für die Kachel.

Dateiformat. Liefere aus dem Studio verlustarm (TIFF oder hochwertiges JPEG) und lass die Komprimierung dein Shop-System übernehmen. Moderne Formate wie WebP sparen im Frontend deutlich Datenmenge — das ist aber ein Schritt der Website, nicht der Fotografie.

Welche Produktfotos du pro Artikel wirklich brauchst

Ein bewährtes Grundset, das für die meisten Shops trägt:

Produktfotoshooting im schwarzen Studio: Parfumflakon auf dem Produkttisch mit weißer Hohlkehle, im Vordergrund eine Kamera auf Stativ, deren Display den vollständigen Flakon zeigt
ⓘ KI-BildAufnahme des Hauptbilds: der Artikel vollständig und zentriert auf Weiß – Bild 1 des Grundsets.
BildZweckHinweis
HauptbildKachel, Anzeige, Marktplatzfreigestellt auf Weiß, zentriert, 1:1
PerspektivwechselForm verständlich machenRückseite, Seite oder 45-Grad-Ansicht
DetailMaterial und VerarbeitungNaht, Oberfläche, Verschluss, Bedienelement
GrößenbezugRetouren vermeidenArtikel in der Hand, neben bekanntem Objekt oder mit Maßangabe im Bild
AnwendungKaufentscheidung stützenArtikel im Einsatz, am Körper oder im Raum
LieferumfangErwartung klärenalle enthaltenen Teile nebeneinander

Nicht jeder Artikel braucht alle sechs. Aber jeder Artikel braucht Bild 1 bis 3 — und bei allem, wo Größe oder Passform eine Rolle spielt, zusätzlich Bild 4.

Freisteller oder Szene? Du brauchst beides

Ein Freisteller ist ein Foto, bei dem der Hintergrund entfernt oder auf reines Weiß gebracht wird. Er ist unverzichtbar, weil er überall funktioniert: im Shop, im Feed, in der Anzeige, in der Preisvergleichsliste.

Serumflasche aus Milchglas auf einem Travertin-Sockel mit Stein und Olivenzweig auf einem Studiotisch, Striplights und Reflektor, im Vordergrund eine Kamera mit Live-Bild
ⓘ KI-BildErst alle Freisteller am Stück, dann die Szenen – Umbauten kosten Zeit.

Ein Szenenbild zeigt den Artikel in Gebrauch oder in einer gestalteten Umgebung. Es verkauft die Idee, nicht das Objekt — und es ist das, was auf Social Media und auf Kategorie-Headern funktioniert.

Die Reihenfolge im Shooting ist praktisch immer: erst alle Freisteller am Stück, dann die Szenen. Umbauten kosten Zeit, und Freisteller sind der Teil, den du sicher brauchst.

Was du zum Termin mitbringen solltest

Diese Liste entscheidet, ob eine Stunde Studiozeit eine Stunde Aufnahmen wird oder eine halbe Stunde Suchen:

  • Alle Artikel gereinigt und ausgepackt. Fingerabdrücke, Staub und Etikettenreste kosten im Nachhinein mehr Retusche, als das Abwischen vorher gekostet hätte.
  • Eine Liste mit Artikelnummern. Ohne SKU-Zuordnung musst du hinterher raten, welche Datei zu welchem Artikel gehört. Nimm sie am besten gleich als Shotliste mit: welche Perspektiven du je Artikel brauchst, vorher notiert — genau das empfiehlt auch unsere Leistungsseite.
  • Die Varianten, die du wirklich listest. Nicht jede Farbe muss ins Studio — aber jede Farbe, die im Shop ein eigenes Bild bekommt, schon.
  • Zwei bis drei Referenzbilder. Am einfachsten Screenshots aus deinem Shop oder von Produkten, deren Bildsprache dir gefällt. Das klärt in zwei Minuten, was zehn Minuten Beschreibung nicht klären.
  • Zubehör, Verpackung und Etiketten, wenn sie mit aufs Bild sollen.
  • Ein Ansprechpartner, der Entscheidungen treffen darf. Rückfragen per Chat halten den Tag auf.

Varianten, Farben, Größen: der häufigste Kostentreiber

Rechne vor der Buchung einmal ehrlich durch: Zahl der Artikel × Zahl der Bilder pro Artikel. 30 Artikel mit je vier Bildern sind 120 Aufnahmen — und 120 Aufnahmen sind kein Ein-Stunden-Termin.

Zwei Hebel senken den Aufwand deutlich:

  • Gleichartige Artikel bündeln. Alles, was denselben Aufbau nutzt, wird am Stück fotografiert. Ein Aufbauwechsel kostet mehr Zeit als zehn Auslösungen.
  • Varianten priorisieren. Häufig reicht ein vollständiges Bildset für die Hauptvariante plus je ein Hauptbild pro Farbe. Das volle Set für jede Farbe ist selten nötig.

So läuft dein Produktshooting bei PM STUDIOS ab

  1. Beratung und Konzeptentwicklung. Wir besprechen deine Ziele: Für welchen Verkaufskanal? Welcher Stil? Welche Produkte? Brauchst du Styling oder spezielle Requisiten? Daraus ergibt sich auch, welches Paket passt.
  2. Vorbereitung. Wir bereiten das Studio vor: Licht, Hintergründe, Requisiten. Du bringst deine Produkte mit — oder wir kommen zu dir.
  3. Shooting. Wir fotografieren deine Produkte effizient und professionell: in kurzer Zeit viele Aufnahmen, mit gleichbleibend hoher Qualität. Je nach Paket 1 bis 8 Stunden, mit ausreichend Zeit für Aufbau, Umbaupausen und Produktwechsel.
  4. Bearbeitung und Übergabe. Wir retuschieren die Bilder und optimieren Farben und Helligkeit; mehr dazu auf der Seite Fotobearbeitung. Du erhältst die Fotos online über einen Download-Link oder auf USB — druckfertig oder für Web optimiert.
Prozessgrafik mit den vier Schritten eines Produktshootings: Beratung und Konzept, Vorbereitung, Shooting, Bearbeitung und Übergabe
Vier Schritte vom Konzept bis zur Übergabe – das Shooting selbst dauert je nach Paket 1 bis 8 Stunden.

Dateinamen und Alt-Texte: der Teil, den fast alle überspringen

Die Bilddokumentation von Google Search Central ist an dieser Stelle eindeutig: Verwende aussagekräftige Dateinamen, Titel und Alt-Texte, und liefere scharfe, hochwertige Aufnahmen — unscharfe Bilder sprechen Nutzerinnen und Nutzer weniger an.

Praktisch heißt das:

  • wollmuetze-anthrazit-hauptbild.jpg statt IMG_4821.jpg
  • Alt-Text beschreibt, was zu sehen ist: „Anthrazitfarbene Wollmütze mit Umschlag, freigestellt auf weißem Hintergrund" — nicht „Mütze kaufen günstig München"
  • Ein Alt-Text pro Bild, in ganzen Worten, ohne Keyword-Ketten

Der schnellste Moment dafür ist der Import: Dateinamen einmal nach deiner Artikelliste setzen, bevor die Produktfotos in den Shop wandern. Es ist der Schritt, der im Shop-Alltag am zuverlässigsten liegen bleibt.

Was ein Produktshooting kostet

Die Pakete für Produkt- und E-Commerce-Aufnahmen bei PM STUDIOS sind nach Studiozeit gestaffelt:

PaketStudiozeitPreis
Paket 11 Stunde210 €
Paket 24 Stunden770 €
Paket 38 Stunden1.550 €

Alle Preise zzgl. 19 % MwSt. Enthalten sind jeweils eine Hintergrundfarbe pro Shooting, digital optimierte Fotos, Hintergrund mit Farb- und Helligkeitsanpassung, Retusche und die Lieferung aller Aufnahmen über das Internet oder auf USB. Stand: 28.09.2026 — aktuelle Angaben immer auf den Seiten Produktfotos, E-Commerce Shooting und Preise.

Welches Paket passt, hängt fast nur an der Rechnung aus dem Abschnitt oben: Artikel mal Bilder. Schick uns die Zahl, dann sagen wir dir, was realistisch in eine Stunde passt.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Mit dem Handy „schnell vorab" fotografieren und später ersetzen wollen. Die Übergangsbilder bleiben erfahrungsgemäß jahrelang online.
  • Jeden Artikel anders ausleuchten. Die Shop-Seite wirkt dann unruhig, obwohl jedes Einzelbild für sich gut ist.
  • Zu knapp beschneiden. Ohne Rand lässt sich das Bild später für kein anderes Format mehr zuschneiden.
  • Größe nicht zeigen. Der häufigste vermeidbare Retourengrund.
  • Ungereinigte Artikel mitbringen. Staub auf dunklen Oberflächen ist die teuerste Retusche überhaupt.
  • Varianten erst im Studio entscheiden. Das kostet Zeit, die für Aufnahmen gedacht war.

FAQ – Produktfotos für den Onlineshop

Wie viele Produktfotos brauche ich pro Artikel?

Drei sind das Minimum: Hauptbild, Perspektivwechsel, Detail. Vier bis sechs sind üblich, sobald Größe, Passform oder Lieferumfang erklärt werden müssen.

Welche Bildgröße ist für Google Shopping nötig?

Nach der Google Merchant Center-Hilfe müssen Produktbilder ab dem 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 Pixel groß sein; empfohlen werden mindestens 1.500 × 1.500 Pixel. Prüfe deinen Bestand rechtzeitig vorher.

Muss der Hintergrund weiß sein?

Für das Hauptbild ist Weiß der sichere Standard, weil es in jedem Shop-Theme und auf Marktplätzen funktioniert. Für Detail- und Szenenbilder darf es farbig sein.

Kann ich Produktfotos auch bei mir vor Ort machen lassen?

Ja, Vor-Ort-Aufnahmen sind möglich; An- und Abfahrt sowie Auf- und Abbau werden dann zusätzlich berechnet. Die aktuellen Konditionen stehen auf der Seite E-Commerce Shooting.

Wie lange dauert ein Shooting mit 50 Artikeln?

Das hängt am Bildset. Bei drei Bildern je Artikel und gleichem Aufbau sind das rund 150 Aufnahmen — realistisch ein Tagestermin, kein Vormittag. Schick uns die Artikelliste, dann schätzen wir es dir konkret.

Bekomme ich die Bilder bearbeitet oder muss ich das selbst machen?

Jedes Bild wird professionell bearbeitet: Farben optimiert, Hintergrund geglättet, kleine Mängel entfernt. Die Optimierung auf reinen weißen Hintergrund und die Einhaltung der Amazon-Richtlinien sind im Paketpreis enthalten. Aufwendige Retusche — etwa das Entfernen von Etiketten oder das Zusammensetzen von Bildern — stimmen wir vorher ab.

Darf ich die Produktfotos auf Amazon, eBay und in Anzeigen verwenden?

Ja. Die Aufnahmen entstehen für deinen Verkauf — die konkrete Nutzungsvereinbarung halten wir im Angebot fest.

Dein Produktshooting in München

Wenn du weißt, wie viele Artikel und wie viele Bilder du brauchst, ist der Rest schnell geklärt. Sieh dir das E-Commerce Shooting und die Produktfotografie an, wirf einen Blick auf Standort und Anfahrt — und dann buche deinen Termin oder schreib uns kurz über das Kontaktformular, wenn du vorher einen Kostenrahmen brauchst.

Quellen

VertragsrücktrittBei Google bevorzugenGoogle bevorzugen